Branchen-News
Aktuelle Top-Nachrichten aus dem Bausektor
Über 19.000 neue Beschäftigte am Bau
Erfreuliche Nachrichten aus der Bauwirtschaft: 2021 konnte sie knapp 19.000 neue Arbeitskräfte hinzugewinnen, sodass nun insgesamt 911.418 Menschen am Bau beschäftigt sind. Ebenso hat die Branche allen Grund, mit der guten Auftragslage und dem steigenden Umsatz zufrieden zu sein. Letzterer ließ sich im Wirtschaftsbau mit einem nominalen Plus von 2,3 Prozent ausbauen. Der Wohnungsbau lag derweil 2 Prozent über dem Vorjahresniveau. (Quelle: allgemeinebauzeitung.de, 04.03.22)
Steigende Mieten in mittelgroßen Städten
Eine aktuelle Auswertung des Portals Immowelt zeigt: Während sich die Mieten in deutschen Metropolen beruhigen, steigen sie vor allem in mittelgroßen Städten an. In 91 der 110 untersuchten Mittelstädte haben sich die Angebotsmieten bei Wohnungen zwischen 40 und 120 Quadratmeter erhöht. Dabei nahmen sie in 28 Städten mehr als fünf Prozent zu. In Nordrhein-Westfalen sind die höchsten Anstiege zu verzeichnen, in Baden-Württemberg wohnt es sich zur Miete am teuersten. (Quelle: asscompact.de, 04.03.22)
Keine Einigung beim Bau-Mindestlohn
In Bezug auf die Fortführung des Mindestlohnes auf dem Bausektor brachte auch die dritte Verhandlungsrunde kein Ergebnis. Die Gespräche zwischen dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt scheiterten, obwohl sie offenbar sachlich und konstruktiv geführt wurden. Als Grund dafür wird eine grundsätzliche Uneinigkeit über die Struktur des Mindestlohnes angeführt. (Quelle: baulinks.de, 02.03.22)
Bauzinsen steigen weiter an
Die Bauzinsen in Deutschland haben innerhalb weniger Wochen um mehr als 0,5 Prozentpunkte zugelegt. Dies geht aus einer Auswertung des Baufinanzierungsvermittlers Interhyp (München) hervor. Obwohl die Europäische Zentralbank (EZB, Frankfurt a. M.) den Leitzins noch nicht angehoben hat, ist dies der stärkste Anstieg seit vielen Jahren. Die aktuellen Konditionen liegen somit bei rund 1,6 Prozent, was jedoch noch nicht das Ende sein dürfte: Interhyp geht von weiterhin steigenden Zinsen für das laufende Jahr aus. (Quelle: asscompact.de, 24.02.22)
Bauminister fordern Wiederaufnahme kompletter KfW-Bauförderung
Nach dem abrupten Förderstopp für energieeffiziente Gebäude können inzwischen wieder Anträge bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW, Frankfurt a. M.) gestellt werden. Hierfür hat der Bund 9,5 Milliarden Euro bereitgestellt. Die alleinige Wiederaufnahme reicht sieben Bauministern jedoch nicht aus: Sie verlangen von der Bundesregierung, die entstandene Förderlücke beim Wohnungsbau zügig vollständig zu schließen. Demnach wird gefordert, alle bis 2024 geplanten Wohnungsbauvorhaben mithilfe von KfW-Zuschüssen umzusetzen. (Quelle: spiegel.de, 24.02.22)
Preise für Wohnimmobilien bis zu 40 Prozent überbewertet
Die Deutsche Bundesbank (Frankfurt a. M.) sieht zunehmend Anzeichen für überzogene Preise bei Immobilien in Städten. Laut aktuellem Monatsbericht lag der Wert von Wohnungen und Häusern 2021 zwischen 15 und 40 Prozent über dem, was angemessen wäre – im Vorjahr waren es noch maximal 30 Prozent. Die Immobilienpreise stiegen 2021 den Experten zufolge bundesweit um 11,3 Prozent. Unsicherheiten bei der preislichen Bewertung von Immobilien würden etwa durch die Auswirkungen der Pandemie begünstigt werden, so die Bundesbank. (Quelle: asscompact.de, 23.02.22)
KfW-Förderprogramm startet nächste Woche neu
Die im Januar überraschend gestoppte KfW-Förderung für energieeffiziente Gebäude kann in der kommenden Woche wieder neu beantragt werden. Hierfür gab der Bundestag weitere 9,5 Milliarden Euro frei. Erforderlich sind die zusätzlichen Mittel, um bis zum 23. Januar eingegangene Anträge bearbeiten und bewilligen zu können. Möglich ist auch die Wiederaufnahme der vorzeitig beendeten Sanierungsförderung. (Quelle: zeit.de, 18.02.22)
Drohende Klagewelle nach KfW-Förderstopp
Dem Bund droht nach dem überraschenden Förderstopp für energieeffizientes Bauen und Sanieren eine Klagewelle. Wohnungswirtschaftsverbände raten ihren Mitgliedsunternehmen, Ihren Anspruch auf Schadensersatz rechtlich prüfen zu lassen. So könnten Wohnungsunternehmen und Genossenschaften hohe Ausfälle für geplante Neubauten geltend machen, die ohne eine KfW-Förderung nicht umsetzbar sind. (Quelle: tagesschau.de, 16.02.22)
Baumaterial: Verfügbar, aber teurer denn je
Coronabedingte Versorgungsengpässe in der Baubranche nehmen zwar langsam wieder ab, aber trotzdem verzeichnet das Baumaterial den höchsten Preisanstieg seit 1949. Besonders betroffen davon sind die Materialien Holz und Stahl. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie führt die Verteuerung des Baumaterials auf Preisentwicklungen am Markt, den Klimaschutz, staatliche Anforderungen sowie die sich nur langsam abbauenden Knappheiten zurück. (Quelle: meistertipp.de, 15.02.22)
Baugewerbe: EU fördert die Qualifizierung von Arbeitskräften
So viele Arbeitskräfte wie möglich qualifizieren und umschulen: Um dieses Ziel zu erreichen, will die Europäische Kommission das Baugewerbe in Europa im Rahmen einer Qualifikationspartnerschaft unterstützen. In den nächsten fünf Jahren sollen auf diesem Weg mindestens 25 Prozent der Beschäftigten – also rund drei Millionen Arbeitnehmer – besser ausgebildet und umgeschult werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Fähigkeiten in den Bereichen Energiewirtschaft, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung. (Quelle: handwerksblatt.de, 14.02.22)