Branchen-News
Aktuelle Top-Nachrichten aus dem Bausektor
Handwerk als Kern für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter
In einem Spitzengespräch mit Arbeitsminister Hubertus Heil wurde über die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen aus der Ukraine gesprochen. Ein besonderer Fokus wurde dabei auf die Erfassung und Anerkennung von Qualifikationen gelegt. Laut Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks Hans Peter Wollseifer habe sich insbesondere das Handwerk bei der Integration immer wieder bewährt und zahlreiche Menschen in eine berufliche Ausbildung gebracht. Er betont, dass die Betriebe vor allem Rechtssicherheit beim Aufenthaltsstatus benötigten, um an diese Erfolge anzuknüpfen. Zur Unterstützung müssten zudem berufsvorbereitenden Förderklassen und Sprachkurse angeboten sowie ein bundesweites Netzwerk von Integrationsbegleitern für kleine und mittlere Betriebe aufgebaut werden. (Quelle: handwerksblatt.de, 04.03.2022)
Kritik an Maßnahmenpaket der Bundesregierung
Angesichts der hohen Energiepreise soll das am 24. März vorgestellte Maßnahmenpaket der Ampelregierung die Verbraucher entlasten. Verschiedene Verbände haben sich nun dazu – mehrheitlich positiv – geäußert: So befürwortet etwa der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA, Berlin), dass die Bundesförderung auf eine Reduzierung der CO2-Emissionen ausgerichtet wird. Ein wichtiger Schritt sei dabei die Lebenszyklusbetrachtung. Dennoch müssten Rahmenbedingungen vereinheitlicht und Regelwerke neu festgelegt werden. Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF, Berlin) sieht das Entlastungspaket hingegen als unzureichend an, um die Potenziale der Energieeinsparung voll auszuschöpfen. (Quelle: enbausa.de, 30.03.2022)
Postbank Wohnatlas: Hoher Anstieg der Immobilienpreise in 2021
Die Kaufpreise für Wohneigentum sind im zweiten Corona-Jahr inflationsbereinigt um 14,2 Prozent gestiegen. Dies geht aus dem aktuellen Postbank Wohnatlas hervor. Unter den Top 7 der größten Städte bleibt München mit knapp zehn Euro pro Quadratmeter weiterhin die Nummer eins der teuersten Metropolen für Wohneigentum. Allerdings nimmt die Preisdynamik auch im Umland Fahrt auf: Während in München die Preise um 9,9 Prozent stiegen, war im südöstlich der bayerischen Landeshauptstadt gelegenen Landkreis Miesbach ein Zuwachs von 14,9 Prozent zu verzeichnen. (Quelle: baulinks.de, 29.03.2022)
KfW stellt Förderung für altersgerechtes Umbauen ein
Aufgrund der hohen Kosten infolge des Russland-Ukraine-Krieges sowie der Corona-Krise kommt es für den Bundeshaushalt 2022 zum Förderstopp für das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen 455-B“. Dies geht nach Informationen der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft aus einem Regierungsentwurf für den aktuellen Bundeshaushalt hervor. Eine Alternative zu diesem KfW-Programm stellt die KfW-Kreditvariante „159 Altersgerechtes Umbauen“ dar. (Quelle: haustec.de, 25.03.2022)
Zusätzliche Mittel für sozialen Wohnungsbau
Um neue Wohnungen zu schaffen, erhalten die Bundesländer nach Beschluss der Ampel-Koalition in den nächsten Jahren einige Zusatz-Milliarden für den sozialen Wohnungsbau. Gemäß Koalitionsvertrag sollen damit jährlich 400.000 neue Wohnungen geschaffen werden – darunter 100.000 Sozialwohnungen. Deren Umsetzung stellt die Länder unter anderem aufgrund begrenzter Kapazitäten jedoch vor große Herausforderungen. Ihr Vorschlag einer Verlängerung des Bewilligungszeitraums sowie einer Streckung der jährlichen Raten wurden vom Bauministerium allerdings abgelehnt. (Quelle: welt.de, 22.03.22)
Flüchtlingsunterbringung: Bis zu 500.000 Wohnungen benötigt
Einer aktuellen Studie des Forschungsinstituts Empirica zufolge fehlen bundesweit rund 500.000 Wohnungen, um geflüchtete Familien aus der Ukraine dauerhaft unterzubringen. Zwar könne ein Teil derzeit leerstehende Wohnungen beziehen, jedoch müsse knapp die Hälfte des Bedarfs durch Neubauten gedeckt werden. Da laut Bauministerin Klara Geywitz viele Frauen mit Kindern und ältere Menschen perspektivisch nicht auf Wohnungen zum „Normalpreis" zurückgreifen können, sollen die Mittel für den sozialen Wohnungsbau deutlich erhöht werden. (Quelle: sueddeutsche.de, 16.03.22)
Regionale Baustoffe sichern Lieferkette
Gestiegene Preise und Rohstoffmangel setzen der deutschen Bauwirtschaft weiter zu. Einige Stimmen der Branche plädieren daher für eine stärkere Nutzung heimischer Ressourcen. So spricht sich Markus Böll, Präsident der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, für einen Ausbau hiesiger Produktionsstätten aus. ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa schlägt einen runden Tisch mit der Bundesregierung vor, um über Lösungen zu beraten. Baubetriebe erhielten derzeit nur noch tagesaktuelle Preise und keine festen Lieferzusagen. Eine an die Preisentwicklung angepasste Gleitklausel könne laut Pakleppa hier entgegenwirken. (Quelle: meistertipp.de, 16.03.22)
Handwerk unterstützt Initiative #WirtschaftHilft
Um zu einer besseren Versorgungslage in der Ukraine beizutragen und Kriegsflüchtlingen zu helfen, haben Spitzenverbände die Initiative „Wirtschaft hilft“ ins Leben gerufen. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) unterstützen damit die Maßnahmen der Bundesregierung und internationalen Gemeinschaft. Unter dem Hashtag #WirtschaftHilft sollen alle Informationen und Aktivitäten von Betrieben und Unternehmen gebündelt werden. (Quelle: haustec.de, 14.03.22)
Zahl der Baugenehmigungen weiterhin auf hohem Niveau
Im Jahr 2021 wurden mehr als 380.000 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt – und zwar sowohl für Bestands- als auch Neubauten. Damit lag die Zahl der Genehmigungen 3,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Jedoch musste in der zweiten Jahreshälfte eine sinkende Nachfrage nach Wohnraum verzeichnet werden. Ursache dafür sind das Auslaufen der Baukindergeldförderung, zunehmende Materialengpässe und dadurch steigende Baumaterialpreise. (Quelle: baustoffmarkt-online.de, 11.03.22)
Ukraine-Krieg betrifft deutsche Bauwirtschaft
Spürbare Folgen: Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland drohen sich auch hierzulande auf den Bausektor auszuwirken. Laut des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB, Berlin) unterstützt die deutsche Bauwirtschaft die europäischen Gegenmaßnahmen nachdrücklich. Allerdings führten diese auch zu Belastungen der heimischen Bauwirtschaft – in Form von Lieferengpässen und Preisanstiegen. Bereits jetzt mache sich dieser bei Bitumen und Stahl bemerkbar. (Quelle: haustec.de, 08.03.22)