Branchen-News
Aktuelle Top-Nachrichten aus dem Bausektor
Preiswachstum bei Immobilien nimmt ab
Das Preiswachstum bei Wohnimmobilien hat sich im Mai deutlich verlangsamt. So zeigt der aktuelle Europace Hauspreisindex erstmals seit mehr als einem Jahr bei Eigentumswohnungen sowie Neubau- und Bestandshäusern einen geringen Preisanstieg unter 0,5 Prozentpunkten – im Vergleich zum Vormonat. Dabei weist der Hauspreisindex für Eigentumswohnungen ein sehr leichtes Wachstum von 0,11 Prozent auf. Mit 0,45 Prozent legten Ein- und Zweifamilienhäuser noch am meisten zu. Insgesamt kletterte der Gesamtindex um 0,25 Prozent. Innerhalb des vergangenen Jahres lässt sich eine Wachstumsrate von 12,73 Prozent feststellen. (Quelle: asscompact.de, 24.06.2022)
Zahl genehmigter Wohnungen sinkt um 1,5 Prozent
Zwischen Januar und April 2022 sank die Zahl genehmigter Wohnungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent und lag damit bei 123.659. Dies verkündete jetzt das Statistische Bundesamt (Destatis). Außerdem ging auch die Anzahl der Bauerlaubnisse für Einfamilienhäuser um 22 Prozent auf 27.506 zurück. Im Gegenzug stiegen die Genehmigungen zum Bau von Mehrfamilienhäusern um 11,6 Prozent auf 66.107. Insgesamt wurden im April 2022 zwar 5,1 Prozent mehr Wohnungen bewilligt als im April 2021, im Vergleich zum Vormonat fiel die Anzahl jedoch um 7,6 Prozent. (Quelle: haustec.de, 22.06.2022)
Umweltfreundliches Bauen beliebter denn je
Ökologisch wertvolles Bauen wird immer beliebter, obwohl bisher allgemein angenommen wurde, es sei zu teuer. Zu diesem Ergebnis kam eine repräsentative Umfrage von Baufi24 (Köln). So sind inzwischen 33 Prozent der befragten Hausbesitzer bereit, sogar ein Viertel des Kaufpreises mehr zu bezahlen. Dabei spielen eine langfristige Kostensenkung und gesunde Lebensweise eine entscheidende Rolle. Mehr Aufklärung über umweltfreundliches Bauen soll vonseiten der Regierung erfolgen, wobei verstärkt über die Einsatzmöglichkeiten recyclebarer Materialien und eine eigenständige Energieversorgung informiert werden soll. (Quelle: meistertipp.de, 15.06.2022)
Projektentwicklung und Immobilienhandel in der Zwangsjacke
Zinsanstieg, Inflation und Baukostenexplosion – diesen Herausforderungen muss sich der Projektentwicklermarkt bei gleichzeitig zunehmenden energetischen Qualitätsanforderungen stellen. Laut Analyse-Institut bulwiengasa (Berlin) ging 2021 vor allem in den sieben deutschen A-Städten das Entwicklungsvolumen im Wohnungsbau um -7,6 Prozent zurück. Begrenzte Erträge bei Mieten und Preisen sowie steigende Baukosten sorgten hier für eine unwirtschaftlichen Marktlage. Auch Banken seien aufgrund erhöhter Risiken zurückhaltender geworden und forderten mehr Eigenkapital. Projektentwickler und Bauherren verunsichert daher die unkalkulierbare Kostenentwicklung im Hinblick auf Neubauprojekte. (Quelle: vermieter-ratgeber.de, 14.06.2022)
Materialknappheit: Höchststand seit 1991
Die Materialknappheit auf deutschen Baustellen befindet sich auf ihrem Höchststand seit 1991. Dies ergab eine aktuelle Umfrage des ifo Instituts (München). Demnach gaben im Mai 56,6 Prozent der befragten Unternehmen im Hochbau und 44,8 Prozent im Tiefbau an, unter dem Mangel an geeigneten Baustoffen zu leiden. 91,1 Prozent dieser Unternehmen machen die durch den Ukraine-Krieg verursachten Lieferengpässe dafür verantwortlich. Ebenso teilten 13,4 Prozent der Hochbauer bereits Projektstornos mit, die auf steigende Baupreise und höhere Finanzierungszinsen zurückzuführen sind. An Aufträgen mangelt es den Bauunternehmen jedoch nicht. (Quelle: baulinks.de, 13.06.2022)
Bauwirtschaft braucht Fachkräfteeinwanderung
Aktuell stellt der akute Fachkräftemangel das Kernproblem der mittelständischen Bauwirtschaft in Deutschland dar. Dies erklärte jetzt der Präsident der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e.V. (BVMB, Bonn) Martin Steinbrecher. Eine Lösung sieht er darin, neue Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen. Hier müsse die Politik konkrete Anreize schaffen und die komplizierten Einwanderungsbedingungen erleichtern. Darüber hinaus gelte es, das Image von Gewerbe- und Handwerksberufen aufzuwerten. In Bezug auf den Klimaschutz sei die Bauwirtschaft zudem bereit, innovative Maßnahmen zu ergreifen, um die CO2-Emissionen zu senken. (Quelle: ibr-online.de, 09.06.2022)
Grundsteuerreform setzt Eigentümer unter Druck
In naher Zukunft tritt die neue Grundsteuerreform in Kraft – bereits ab dem 1. Juli. Ab dann haben Immobilieneigentümer nur bis zum 31. Oktober Zeit, eine zusätzliche Steuererklärung an das Finanzamt zu übermitteln. Dazu müssen sie alle notwendigen Unterlagen einholen, um die geforderten Angaben zum Grundstück abgeben zu können. Dabei hat die Übermittlung auf elektronischem Wege über das Finanzverwaltungs-Tool „Elster“ zu erfolgen, wobei die Hilfe eines Steuerberaters oder einer Grundsteuer-Software in Anspruch genommen werden kann. Bei der Vorbereitung hilft zudem eine detaillierte Checkliste. (Quelle: vermieter-ratgeber.de, 08.06.2022)
Bauwirtschaft kritisiert Planung- und Genehmigungsverfahren
Die Bundesregierung möchte weiterhin zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen umsetzen. Obwohl die Bauwirtschaft damit auch Planungssicherheit gewinnt, kritisiert sie die langwierigen Planungs- und Genehmigungsverfahren. Erst kürzlich forderte die nordrhein-westfälische Verkehrsministerin Ina Brandes (CDU), diese Verfahren zu beschleunigen und für mehr Fachkräfte zu kämpfen. Laut Staatssekretär des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr Oliver Luksic seien die Mittel für die Umsetzung von Infrastrukturprojekten im neuen Bundeshaushalt vorhanden – auch wenn der Bund bei der Planung hinterherhinke. (Quelle: meistertipp.de, 07.06.2022)
Mehr als die Hälfte der Neubauten mit Wärmepumpen beheizt
Seit 2015 nutzen 70,7 Prozent der Neubauten erneuerbare Energiequellen zum Heizen. Dabei kamen in mehr als der Hälfte der Fälle (50,6 Prozent) Wärmepumpen zum Einsatz. Obwohl im letzten Jahr noch in jede dritte Wohnung Gasheizungen angebaut wurden, nahm der Anteil von 51,1 Prozent auf 34,4 Prozent ab. Dieser Trend leistet einen positiven Beitrag für die Senkung der CO2-Belastungen und das Erreichen der Klimaziele beim Wohnen. Gefährdet wird dieser Fortschritt jedoch vom derzeitigen Fachkräftemangel und Sanierungsstau. (Quelle: deutsche-handwerks-zeitung.de, 03.06.2022)
Bündnis-Ziel von 400.000 Wohnungen nicht erreichbar
In den Augen der Bauindustrie ist das Ziel der Bundesregierung, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu bauen, nicht umsetzbar. „Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr um die 320.000 Wohnungen schaffen werden“, sagte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB, Berlin). Das liege insbesondere am Produktionshochlauf, der sich erst auf dem hohen Niveau einpendeln müsse. Materialengpässe sowie Bau- und Energiepreissteigerungen dürften sich dann im kommenden Jahr bemerkbar machen, weil Planungen für Neubauten verschoben und Sanierungen stärker forciert werden. (Quelle: allgemeinebauzeitung.de, 30.05.2022)